Rohrbombe vor Asyl-Unterkunft in Eisenach gezündet

Wie gefährlich und brisant der faschistische Terrorismus in der Republik mittlerweile wieder ist, soll folgende Meldung deutlich machen :

“ Vor einem auch von Syrern bewohnten Haus in Eisenach haben Unbekannte eine Rohrbombe gezündet. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, wurde bei der Detonation niemand verletzt. Eine Außenlampe sei leicht beschädigt worden. Die Detonation ereignete sich bereits am 4. März und wurde der Polizei erst am Sonnabend gemeldet. Die selbst gebaute Rohrbombe ist 40 mal acht Zentimeter groß gewesen. Auf dem Sprengsatz war ein Hakenkreuz angebracht. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein privates Mehrfamilienhaus. Wieviele Flüchtlinge dort wohnen, war zunächst nicht bekannt.“

http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/anschlag-rohrbombe-wohnhaus-fluechtlinge-eisenach-100.html

Wenn jetzt wieder, wie in den 90er Jahren Bomben gebaut und gezündet werden, ist eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Es grenzt an ein Wunder, dass es in der Terrorwelle seit letztem Jahr noch keine Toten gegeben hat.

 

Wer finanziert die Afd ?

Die „Welt“ fragte am 05.03.2016 :
Wer finanziert die hetzerischen Afd – Flugblätter ?

http://www.welt.de/politik/deutschland/article152968718/Wer-finanziert-die-hetzerischen-AfD-Flugblaetter.html

Dazu führt Zeitonline am gleichen Tag aus :

„…Laut Bild handelt es sich um Hunderte Plakate für jeweils geschätzt 1.200 Euro und zwei Millionen Gratisblätter für jeweils mindestens 10 Cent. Die Kosten der Aktionen würden sich somit auf mindestens 320.000 Euro belaufen. Die Unterstützer sollen Millionäre sein. Die Gruppe nennt sich Vereinigung zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und der bürgerlichen Freiheiten. So steht es auch deutlich auf der Titelseite des Extrablatts. …“

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-03/alternative-fuer-deutschland-landtagswahlen-baden-wuerttemberg-joerg-meuthen

In einem online Artikel von lobbypedia.de wird zu Parteispenden an die Afd folgendes ausgeführt : „…Die AfD wird zunehmend mit Spenden aus der Wirtschaft bedacht.

Zu den Spendern gehören Heinrich Weiss, Großaktionär und Aufsichtsratsvorsitzender der SMS Group sowie ehemaliger Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), und Hans Wall, Gründer des Berliner Außenwerbers Wall AG.[27]

Nach Angaben von Weiss sind auch Spenden von anderen bekannten Wirtschaftsführern geflossen – allerdings unter der Meldegrenze, sodass sie nicht im Rechenschaftsbericht erscheinen müssen. Der Stellv. Parteisprecher Hans-Olaf Henkel, ehemaliger Präsident des Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erklärte, mehrere Dax-Vorstände und zahlreiche Chefs von Familienunternehmen unterstützten die AfD. ..“

Leider ist der Artikel zeitlich aufgrund eines fehlenden Erscheinungsdatums nicht einzuordnen, scheint sich aber auf den Zeitraum vor der Abspaltung von Lucke und Henkel zu beziehen.

Quelle : https://lobbypedia.de/wiki/Alternative_f%C3%BCr_Deutschland_(Afd)

Interessant ist auch ein Artikel im „Focus“, der bereits am 23.04.2013 verfasst wurde :

Analyse sieht August von Finck als AfD-Unterstützer

„…Ein Papier der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung sieht offenbar eine enge Verbindung zwischen der Alternative für Deutschland und dem Milliardär August von Finck. Der Besitzer des Mövenpick-Konzerns sei wahrscheinlich ein finanzieller Unterstützer der Partei. …“

Quelle : http://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl-2013/besitzer-des-moevenpick-konzerns-analyse-sieht-august-von-finck-als-afd-unterstuetzer_aid_968381.html

zu August von Finck junior finden sich auf wikipedia folgende Hinweise :

“ …Politisch engagierte sich Finck indirekt durch die Finanzierung der Kampagne gegen die Euro-Einführung der rechtspopulistischen Partei Bund freier Bürger um den ehemaligen FDP-Politiker Manfred Brunner [7] und die Unterstützung der Vereinigung Bürgerkonvent von Meinhard Miegel….“

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Finck_junior

zu August von Finck senior gibt wikipedia unter anderem folgende Auskunft :

„…August Georg Heinrich von Finck, (häufig August von Finck senior genannt; * 18. Juli 1898 in Kochel am See; † 22. April 1980 in Möschenfeld) war ein deutscher Bankier. August von Finck war der Sohn und Nachfolger von Wilhelm von Finck. Er gehörte zu den ersten Bewunderern Adolf Hitlers und hat mit seiner damaligen Privatbank „Merck Finck & Co“ zahlreiche jüdische Banken „arisiert“. Unter diesen waren auch die Banken J. Dreyfus & Co. aus Berlin sowie Rothschild. …Finck gehörte zu einer Gruppe von Industriellen, die sich Mitte 1931 mit Adolf Hitler im Berliner Hotel Kaiserhof trafen und der NSDAP zusagten, im Falle eines Linksputsches 25 Millionen Reichsmark zur Verfügung zu stellen.[1] Er war einer der Teilnehmer des Geheimtreffens vom 20. Februar 1933 von Industriellen mit Hitler, bei dem ein Wahlfonds von 3 Millionen Reichsmark für die NSDAP beschlossen wurde. …Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten wurde er 1933 Mitglied der NSDAP.[2] …1945 verlor Finck seine beiden wichtigsten Posten als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Münchner Rückversicherung und der Allianz Versicherungs AG auf Grund der Entnazifizierungsbestimmungen, während die Bank durch den Treuhänder Philippi verwaltet wurde und wieder zum Florieren gebracht werden konnte. 1948 wurde Finck, der 1933 der NSDAP beigetreten war, als Mitläufer eingestuft. Bereits 1951 war er in der Münchner Rückversicherung wieder stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates. …“

Quelle : https://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Finck_senior

Lösungen für wen?

Ein gut geschriebener Kommentar zur sogenannten “ Flüchtlingskrise “ findet sich in der Zeit vom 02.03 unter : http://www.zeit.de/kultur/2016-03/fluechtlinge-europa-problem-kiyak-deutschstunde

Dazu denke ich folgendes : Weder gibt es eine sogenannte Flüchtlingskrise, noch sind Flüchtlinge ein Problem. Unser Wirtschaftssystem ist ein Problem, die Profitgier ist ein Problem, Waffen sind ein Problem und das verkürzte „Nach“Denken über Scheinursachen – und Scheinlösungen ist ein Problem. Flüchtlinge sind Menschen in Not die Hilfe benötigen.

Wo wir mit einer verkürzten Denkweise hingelangen, möge anschaulich ein Artikel auf futurzone ebenfalls vom 02.03.2016 unter der Überschrift : Nach Trump-Sieg: Amerikaner googeln Auswanderungstipps zeigen. Aktiv zu werden, sich in das politische und gesellschaftliche Geschehen einzumischen ist natürlich unbequem. Aber mal ehrlich, die Koffer zu packen und nach Kanada auszuwandern ist ebenfalls unbequem und wirklich keine Lösung. 

Der Artikel von futurzone ist hier : http://futurezone.at/digital-life/nach-trump-sieg-amerikaner-googeln-auswanderungstipps/184.477.918

Afd auf der Flucht in Frankfurt

Ursprünglich sollte die Afd Veranstaltung am 01.03.2016 irgendwo im Zentrum der Bankenmetropole Frankfurt am Main stattfinden. Offensichtlich genervt ob der antifaschistischen Proteste, wollte die Afd dem wohl aus dem Weg gehen und verlegte die Veranstaltung an den Rand der Stadt , ich wäre gewillt zu formlieren nach hessisch Sibirien. Das wäre dann allerdings doch zu weit gegriffen. Die Busanfahrt mit Kleinbus über holprige Feldwege, mit der Drohung im Schlamm stecken zu bleiben, werde ich dann allerdings doch nicht so schnell vergessen.

Hier gibt es einen weiteren  Bericht zu dem denkwürdigen Abend : 

https://umamibuecher.wordpress.com/2016/03/02/nein-zur-afd-im-frankfurter-stadtparlament-3/

und selbst das Neue Deutschland berichtet aus Nieder – Erlenbach :  

http://www.neues-deutschland.de/artikel/1003703.proteste-gegen-afd-wahlkampf-in-frankfurt.html

 

Ein Bautzener über #Bautzen

„….„Orr, gucke mal, ein Neger.“ Was war das auch immer für ein Anblick, wenn sich mal ein nicht-weißer Mensch in die Stadt verirrte. Wie wir uns die Köpfe nach dem vorbeilaufenden Fremden zusammengesteckten und dabei kicherten. Ein Feixen der Verachtung. Springerstiefel-Nazis waren schon damals, zu Beginn der 2000er Jahre, scheiße. Klar. Aber ein Schwarzer, den wir aus Unwissenheit so nie genannt hätten, galt als nicht gleichwertig genug ernst genommen zu werden. Umschrieben mit anrempelndem Gegluckse. Und alle rempelten mit. …..“

weiterlesen auf : https://lauterbautzner.eu/2016/02/28/bautzen-still/

Duisburg kündigt VVN-BdA-Ausstellung zu Widerstand und Verfolgung 1933-1945 in Duisburg

Während in Duisburg unter mäßigen Gegenprotesten der PEGIDA-Ableger im Januar seinen ersten Jahrestag feiern konnte (450 Pegidaisten standen nach einem Bericht der örtlichen WAZ 550 Gegendemonstranten gegenüber), kündigte im Februar das Immobilienmanagement der Stadtverwaltung die Ausstellungsräume der Kreisvereinigung der Vereinigten der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA)…….

weiterlesen auf : https://antifaschistischesgelsenkirchen.wordpress.com/2016/03/01/duisburg-kuendigt-vvn-bda-ausstellung-zu-widerstand-und-verfolgung-1933-1945-in-duisburg/

Faschismus ist keine Meinung, Faschismus ist en Verbechen !

„…Wir schwören deshalb vor aller Welt auf diesem Appellplatz, an dieser Stätte des faschistischen Grauens:
Wir stellen den Kampf erst ein, wenn auch der letzte Schuldige vor den Richtern der Völker steht!
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
Das sind wir unseren gemordeten Kameraden, ihren Angehörigen schuldig. Zum Zeichen Eurer Bereitschaft für diesen Kampf erhebt die Hand zum Schwur und sprecht mir nach:
,WIR SCHWÖREN! ,

Buchenwald/Weimar 19.April 1945 „

Mitteilung über die Dreimächtekonferenz von Berlin (“Potsdamer Abkommen”) vom 2. August 1945

III. 3. (III) Die Nationalsozialistische Partei mit ihren angeschlossenen Gliederungen und Unterorganisationen ist zu vernichten; alle nationalsozialistischen Ämter sind aufzulösen; es sind Sicherheiten dafür zu schaffen, daß sie in keiner Form wieder auferstehen können; jeder nazistischen und militaristischen Betätigung und Propaganda ist vorzubeugen.

Deshalb für ein Verbot ALLER faschistischer Organisationen UND Ihrer Propaganda : https://www.change.org/p/verbot-aller-faschistischer-organisationen-und-ihrer-propaganda

Liveblog zum NPD Verbotsverfahren : https://www.tagesschau.de/newsticker/npd-verbotsverfahren-111.html